Samstag, 21. September 2013

,,Gar nicht so schwer, wie`s scheint!``

Ein Porträt über Thomas Kögl


,, Mir macht es einfach Spaß anderen kompliziert anmutende Zusammenhänge näher zu bringen“,  erzählt Thomas Kögl aus Bad Tölz. Der 27-jährige ehemalige Postbote lebt sich seit Herbst 2012 in Nürnberg ein und hat mit der Wahl des Studiengangs wohl alles richtig gemacht. Er fühlt sich durch die Technikjournalismus-Vorlesungen für die Zukunft gut vorbereitet, da die Gewichtung von Technik und Journalistik für ihn optimal sei.

Als passionierter Leser naturwissenschaftlicher Fachzeitschriften will er nach dem Studium selbst als freischaffender Journalist für eben solche Magazine schreiben. ,,Das wäre der Traumjob!`` Wenn er über sein etwas ungewöhnliches Hobby plaudert wird schnell klar, dass er das gewisse Talent dafür hat. Hierbei lässt sich erkennen, wie zielstrebig und begeisternd er ist: ,,Es ist unglaublich wie schnell man beim Jonglieren große Fortschritte erkennen kann. Sein Credo: „Das Jonglieren mit vier bis fünf Bällen ist gar nicht so schwer wie`s scheint!``
Das Porträt verfasste Simon Salzinger.
 

 

Dienstag, 19. Februar 2013

Ein Interview mit der GEMA...

Offen nimmt die GEMA Stellung zu einigen, interessanten Fragen.

 

 

Die "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte"
(kurz: GEMA) ist eine staatlich legitimierte Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland
die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt vertritt.
Sie sorgt dafür, dass das geistige Eigentum ihrer Mitglieder geschützt und diese für die Nutzung ihrer Werke entlohnt werden.



Der Gesamtertrag für die Rechteinhaber betrug im Geschäftsjahr 2011 € 825,5 Mio. Nach Abzug der Verwaltungskosten schüttet die GEMA alle Einnahmen an die Urherber
deren Rechte genutzt wurden, aus. Die GEMA selbst macht dabei keinerlei Gewinn.



PR-Managerin Katharina Reindlmeier hat sich ausführlich zu unseren Fragen geäußert:



1. Ihre Einrichtung ist wichtig für (Medien-) Journalisten und Medienschaffende (Musiker, DJs, TV, Filmproduzenten). Worin liegen die Stärken Ihrer Einrichtung dahingehend?

Wir sorgen dafür, dass das geistige Eigentum von Musikschaffenden geschützt wird und dass auch künftig der Wert der Musik erhalten bleibt. Im Auftrag unserer rund 65.000 Mitglieder – diese sind Komponisten, Textdichter oder Musikverlage – kümmern wir uns darum, dass sie für die Nutzung ihrer Musikwerke eine angemessene Vergütung erhalten. Die Nutzer – das sind z. B. Konzertveranstalter, Tanzschulen, Cafés, Rundfunksender, Onlineportale – profitieren insofern von uns, als dass sie die Musik auch legal nutzen können, wir geben Ihnen Rechtssicherheit. Gäbe es die GEMA nicht, müssten diese Nutzer mit jedem Urheber einzeln die Höhe der Vergütung verhandeln – ein unvorstellbarer Aufwand! Wenn Sie bspw. an Ihrer Hochschule eine Studentenparty machen, müssten Sie als Veranstalter alle Urheber der Musikwerke, die sie am Abend spielen wollen, einzeln anschreiben und Verhandlungen über die Vergütung führen – und dies international. Die GEMA vereinfacht diesen Aufwand enorm und bietet alles aus einer Hand. Sie melden die Veranstaltung an, die GEMA klärt die Rechte mit dem Urheber, verhandelt eine angemessene Vergütung und stellt Tarife hierfür auf. Und da die GEMA weltweit mit Partnergesellschaften kooperiert, bietet Ihnen die GEMA nicht nur die Musikwerke ihrer deutschen Mitglieder an, sondern nahezu aller Urheber dieser Welt (über zwei Millionen ausländische Berechtigte).

Zudem setzen wir uns national und international für eine Stärkung des Urheberrechts ein. Denn ohne diese Grundlage könnten kreativ schöpferische Menschen wie unsere Mitglieder, aber eben auch Fotografen, Designer, Ingenieure, Regisseure, Schriftsteller, ihre Kreativität nicht so frei entfalten. Denn die GEMA sorgt für die Existenzgrundlage. Insofern ist die GEMA also eine Schutzorganisation für den schöpferischen Menschen. Für Journalisten gibt es übrigens eine ganz ähnliche Institution: die VG Wort.

2. Wie sind Sie persönlich Mitarbeiter der GEMA geworden? Und wie sieht es mit Ihrem beruflichen Werdegang aus?

Nach einem Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaften sowie einem anschließenden Redaktions-Volontariat erwies sich die GEMA als idealer Arbeitgeber für jemanden, der ein großes Interesse an der Musik und der aktuellen Debatte rund um das Thema Urheberrecht hat.

3. Wie würden Sie Ihren typischen Arbeitstag beschreiben?

Ein typischer Arbeitstag in der Pressestelle der GEMA umfasst schwerpunktmäßig die Beantwortung und Bearbeitung von nationalen und internationalen Journalistenanfragen sowie eine zielgerichtete Medienbeobachtung und - analyse. Darüber hinaus werden Anliegen von Mitgliedern, Institutionen und weiteren Interessensgruppen bearbeitet und delegiert. Redaktionelle Tätigkeiten wie das Erstellen von Presseinfomationen, Hintergrundinformationen, Statements zu verschiedenen Themen, Newsletter, Beiträge für das Intranet und Internet, Reden etc. werden ebenfalls von den Mitarbeitern der Pressestelle übernommen. Zudem verantworten wir die Planung und Organisation von Presse- und Informationsveranstaltungen.

4.  Mit welchen Organisationen, Medien und Partnern arbeitet die GEMA zusammen? Können Sie uns dazu speziell Beispiele aus der Region nennen?

Wir haben durch unsere Position – bisher sind wir die einzige Verwertungsgesellschaft für Musik in Deutschland – sehr viele Kundenkontakte aus völlig unterschiedlichen Bereichen. Unsere Kunden können Plattenlabels sein, Musik-Onlineportale, lokale Konzertveranstalter oder ein Gastronom, der Musik in seinem Laden abspielt. Für alle diese sehr unterschiedlichen Formen von Musiknutzung bieten wir unterschiedliche Tarife an, um so den jeweiligen Bedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten gerecht zu werden und alle Musiknutzer gleich zu behandeln. Das ist eine von weiteren gesetzlichen Vorschriften des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes, denen die GEMA als Verwertungsgesellschaft folgen muss. Das Deutsche Patent- und Markenamt in München, unsere Aufsichtsbehörde, prüft die Einhaltung dieser Vorschriften. Das Geld, das die GEMA durch die Musiknutzung erhält, geht nach einem Abzug für den Verwaltungsaufwand und die kulturelle und soziale Förderung, an die Urheber (also die Komponisten, Textdichter und Musikverlage), die in Deutschland sowie in der ganzen Welt beheimatet sind.

5. Worin sehen Sie Ihre Wichtigkeit für Medienschaffende und Journalisten? 

Unser Team kümmert sich vorrangig darum, die Öffentlichkeit und Medien (Online als auch Offline) umfassend zu informieren. Eine Verwertungsgesellschaft wie die GEMA, die auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblickt, ist ein hochkomplexes Gebilde – gesetzliche Rahmenbedingungen, Vertrags- und Tarifverhandlungen mit nationalen und internationalen Kunden, aufwändige Lizenzierungsprozesse, komplexe Organisationsstrukturen, eine heterogene Mitgliederstruktur. Wir bringen Licht ins Dunkel und beschäftigen uns aktuell insbesondere damit, Falschaussagen zu korrigieren und die Öffentlichkeit bspw. darüber aufzuklären, dass die GEMA nicht für die Sperrung von Videos auf YouTube verantwortlich ist. Diese Irrtümer versuchen wir tagtäglich zu beseitigen und aufzuklären. Viele verwechseln auch die Begriffe Interpret und Urheber. Sie glauben, dass alle Urheber auf der Bühne stehen und singen, dass sie ihr Geld durch Live-Auftritte verdienen. Doch 60% unserer Mitglieder stehen nie auf der Bühne. Sie arbeiten als Texter oder Komponist für viele namhafte und berühmte Künstler, die ihre Werke auf der Bühne, im Fernsehen performen. Umso wichtiger ist es, dass sie an diesem Erfolg beteiligt werden.

6. Was erwarten Sie von einem Bewerber, der sich für Ihre Institution interessiert? Was sollte er können?

Wir bieten Stellenprofile ganz unterschiedlicher Ausrichtung und haben derzeit rund 1.200 Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt liegt auf der IT, wir beschäftigen aber natürlich auch viele BWLer, Juristen, Sachbearbeiter oder auch Musikwissenschaftler sowie viele andere Spezialisten.

Ein Bewerber sollte auf jeden Fall neugierig sein, Begeisterung für unsere Themen mitbringen. Und, er sollte sich nicht von der oft sehr plakativen und einseitigen GEMA-Kritik abhalten lassen, sich bei uns zu bewerben.



Ich bedanke mich bei Katharina Reindlmeier für die ausführliche Beantwortung




Der Kontakt wurde durch Sascha Buchholz realisiert, das Interview mit Katharina Reindlmeier und ihm geführt.. Marco Menzzer und Marco Kotter verfassten das Porträt, kümmerten sich mit Sascha Buchholz um den Onlineauftritt.

Montag, 18. Februar 2013

Berufsziel: Politikredakteur

Ein Porträt über Nathanael Meyer

 Nathanael Meyer studiert seit Oktober 2012 Technikjournalismus an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Der 19-jährige Halbamerikaner kommt ursprünglich aus Oettingen und wohnt nach einem Umzug nach Baltimore in Weiden. Dort besuchte er nach seinem Abschluss an der Wirtschaftsschule die Fachoberschule im Zweig Wirtschaft. In der Schule ist er „immer gut durchgerutscht“, privat versucht er sich als Rap-Musiker und spielt Basketball oder American Football.

„Technik ist nicht so meins... aber mit Abitur wollte ich studieren gehen“, so Nathanael, und nach mehreren Bewerbungen, auch für die Studiengänge BWL und VWL, hat er sich für Nürnberg und den Studiengang Technikjournalismus entschieden. Stark geprägt von seiner schulischen Vorbildung und seinem Interesse an internationaler Politik ist auch seine Motivation für den Journalismus. Er erhofft sich eine Anstellung im Marketingbereich oder in der Redaktion einer politischen Fachzeitung.


Das Porträt verfasste Oliver Nitzsche.

Technische Neuerungen vorstellen


-Ein Portrait über Sascha Buchholz-



Sascha Buchholz studiert seit Herbst 2012 Technikjournalismus an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Nachdem er sein Fachabitur in Ingolstadt erworben hatte, sammelte er erst einmal neue Erfahrungen im Zivildienst, bevor es dann mit einem anschließenden Studium weitergehen sollte. Als Zivildienstleistender lernte er viele interessante Menschen kennen, die seinen Horizont erweiterten und seine ohnehin schon ausgeprägte Menschenkenntnis weiter aufpolierten. Nach dem Zivildienst schrieb er sich für Wirtschaftsinformatik an der Georg-Simon-Ohm Hochschule ein. Mit Elan begann er das Studium. Seine Begeisterung ließ allerdings schnell nach und er merkte, dass es „doch nicht sein Fall“ war.

Daraufhin überlegte er sich, welcher Studiengang am besten mit seinen Interessen in Einklang zu bringen wäre, und so kam es, dass Sascha den Studiengang Technikjournalismus, der ebenfalls an der Ohm-Hochschule angeboten wird, für sich entdeckte. Sein beständiges Interesse an technischen Neuerungen, vor allem im Bereich Multimediatechnik, sowie seine Leidenschaft und Neugier Themen eigenständig zu recherchieren und zu hinterfragen und anschließend aufs Papier zu bringen, prädestinieren ihn geradezu dafür dieses Studium erfolgreich abzuschließen und später einen Beruf zu ergreifen, der ihn herausfordern und erfüllen wird.

Der 23-jährige Sascha ist in Ingolstadt aufgewachsen und wohnt nun schon seit über einem Jahr in der Nürnberger Altstadt mit mehreren Kommilitonen in einer gemeinsamen Wohnung. Er liest gerne, macht einen entspannten Eindruck und scheint ein Gesellschaftsmensch zu sein. Allerdings braucht er bei so viel Trubel auch mal seine Ruhe in entspannter Runde mit ein oder zwei Freunden, mit denen er entspannt über alles Mögliche diskutieren kann.


                                                                                              
                                                                                         Das Portrait erstellte John Damianov